SFN und Sibirien 2018/19

Zum ersten Mal forschen Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturen an gemeinsamen naturwissenschaftlichen und technischen Projekten. Der Blog berichtet von der ersten Fahrt von Jugendlichen aus dem Schülerforschungszentrum Nordhessen SFN an den Polarkreis nach Nowy Urengoi und der Zeit danach bis zum Abschluss des Gegenbesuchs im November 2019.

Blog von KP Haupt über die erste SFN Sibirienfahrt

Samstag, 12. Januar 2019

Neuigkeiten

Am Freitag war die Lehrerin Ekaterina Bolotova aus der Schule Nr.17 im SFN. Sie war die Gastmutter von Jan.
Wir haben mit ihr nochmals die pädagogische Idee unserer Betreuungsarbeit durchgesprochen und mit ihr bestimmte Unterstützungen der sibirischen Teams vereinbart.
Mayya erklärt Ekatarina das Myonenprojekt

Zwei Teams (Jannik mit dem Massenspktrometer und Tristan (mit Jochan) mit dem Speckleprojekt) werden  Ende März für eine Woche wieder nach Sibirien fliegen , nehmen dort am  Fest der nordischen Völker teil und dann am russischen Jugend forscht Wettbewerb.
Wenn alles wie geplant läuft, wird Ilian als Betreuer dabei sein und in dieser Zeit mit den russischen Teams und Kollegen arbeiten.

Wir bleiben am Ball!


Sonntag, 23. Dezember 2018

Zum Jahreswechsel

Ich wünsche allen Permafrost-Pionieren, unseren Begleiter/innen Marina, Natascha und Valera sowie unseren sibirischen Freunden ein frohes Fest, einen guten Rutsch und ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2019.
Wir freuen uns auf gemeinsame Forschungsarbeiten und auf ein Wiedersehen im Herbst.


Samstag, 22. Dezember 2018

Sibirischer Abend im SFN

Kurz vor Weihnachten haben sich die Sibirienfahrer und ihre Begleiter zu einem gemütlichen Zusammensein im SFN getroffen.

Es gab selbstgemachte russische Teigtaschen, russischen Tee und viele anderen Leckereinen

Die SFN-Teams berichteten von den Kontakten zu ihren russischen  Partnern.
Fünf SFN - Teams wollen im März nach Nowy Urengoi fahren und dort ihre Arbeiten auf dem russischen Jugend forscht - Wettbewerb vorstellen, verbunden mit einer Teilnahme an einer Art sibirischem Heimatfest.

Nach Weihnachten werden wir das weiter verfolgen und die Anmeldungen durchführen.


Besuch eines bekannten Künstlers

Der Teig-Roller

Samowar für russischen Tee


Luke hatte von seiner Gastfamilie einen riesigen Fisch geschenkt bekommen. Den hat er für diesen Abend jetzt über 2 Monate aufgehoben (keine Angst, er war geräuchert).  Er wurde fachgerecht von David zerlegt.

Apropos David und Luke...
Am Abend vorher haben sie den SFNlern ein tolles Orgelkonzert gegeben.




Hier eine kurze Kostprobe:



Donnerstag, 20. Dezember 2018

Auflösung

Lösung zu Tür 19:

Am Erdäquator ist die Sonne jeden Tag 12 Stunden über dem Horizont. Da sie senkrecht auf- und untergeht, dauert die Dämmerung etwa eine Stunde. Also ist es dort 13*365 = 4745 Stunden im Jahr hell.

Am Nordpol ist vom 21.3. bis zum 23.9. Polartag, da ist die Sonne 24 Stunden über den Horizont.
Der Sonnenuntergang dauert etwa 2 Tage, ebenso der Aufgang. Da die Sonne täglich nur sehr wenig ihre Höhe ändert, dauert die Dämmerung knapp 3 Wochen.
Damit kommt man auf 5520 helle Stunden.

Der Polartag am Südpol ist 8 Tage kürzer (unser Winterhalbjahr), deswegen kommt der Südpol nur auf 5352 helle Stunden.

Für den Polarkreis habe ich die Zeiten auf Grund von SA- und SU-Tabellen sowie Angaben zur Dämmerung abgeschätzt. Ich komme auf 5610 helle Stunden für den nördlichen Polarkreis.
Am südl.Polarkreis ist es wegen des kürzeren hellen Halbjahres weniger, man kommt auf unter 5400 Stunden.
Verblüffend ist es schon, dass es am nördlichen Polarkreis heller als am Nordpol ist: aber die wesentlich längere Zeit, die die Sonne am Himmel sichtbar ist (nur einen Tag geht sie nicht auf) und ähnlich lange Dämmerungszeiten gleichen die halbjährige Polarnacht am Pol mehr als aus. Und wenn man vom nördl. Polarkreis weiter nach Norden geht, nimmt die Anzahl der Tage, an denen die Sonne überhaupt nicht aufgeht deutlich zu, die Verlängerung der Dämmerung durch den flacheren Sonnenverlauf ist nicht so gravierend.

Sonnenanbeter und Helligkeitsfans sollten also zum Polarkreis auswandern. Wer es gerne kuschelig dunkel mag, sollte zum Äquator auswandern.

Die Zeiten sind nur ungefähre Werte. Ich habe Dämmerungen zwischen bürgerlicher (man kann noch im Freien lesen) und nautischer (man sieht noch den Horizont, aber auch schon Sterne) angenommen.
Aber die Unterschiede der Zeiten sind so groß, dass die Lösung sicher d) richtig ist.

Hinzu kommt noch ein weiterer Effekt: Im Norden liegt häufig Schnee. Die Schneedecke reflektiert alles Restlicht und hellt die Nacht auf. Am Polarkreis kommen die Polarlichter dazu, die ebenfalls leuchtende Effekte bilden.
Und dann: Im Norden gibt es längere klare Perioden. Das typische bedeckte Schmuddelwetter mit Tagen, die nicht hell werden ist da eher selten.

Alles zusammen: Am Polarkreis ist es gar nicht so dunkel.

Also: Wer übers Jahr gesammelt viel Licht will, sollte nach NU ziehen!

Quote richtiger Lösungen: 50% 

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Wie hell ist es im Norden?

Im Astronomischen AdventsKalender gab es heute die folgende Aufgabe:

Tür 19:

Bleiben wir mal beim Sonnenlicht...jeder weiß im Norden sind im Sommer die Tage länger und im Winter kürzer als bei uns....

Wo aber ist im Laufe des Jahres insgesamt die größere Lichtmenge, also ist es insgesamt am längsten hell?
Gesucht ist also der Ort mit der größten Jahreshelligkeitsmenge.

a) am Nordpol  

b) am Südpol

c) am Erdäquator

d) am Polarkreis

 Einsendeschluss Donnerstag  10.00 Uhr an kphaupt@sfn-kassel.de mit Lösung und Name im Kopf der Mail.

Morgen werde ich hier die Antwort vorstellen...man wird verblüfft sein!

Samstag, 15. Dezember 2018

Neues aus Sibirien und Kassel

1) In den ersten Wochen des neuen Jahres  wird eine Kollegin aus NU nach Kassel kommen und im SFN unsere Vorgehensweise kennenlernen.

2) Zwei oder gar drei Teams aus dem SFN haben Interesse am russischen Wettbewerb von Jugend forscht teilzunehmen und werden sich voraussichtlich Ende Dezember anmelden und Ende März nach NU fliegen.

3) Am Samstag vor Weihnachten treffen sich die Permafrostpioniere aus dem SFN und ihre Begleiter zu einem gemeinsamen Zubereiten und anschließendem Essen von russischen Teigtaschen.
Da wird es sicher auch Bilder hier im Blog geben.

Montag, 10. Dezember 2018

Besuch der HNA in NU

Ein Reporter der HNA hat Anfang Dezember das winterliche NU besucht.


Die Biologen im Onboard-Magazin








Anklicken: Vergrößerte Version ist gut lesbar!

 Artikel,  im Onboard-Magazin der Jamal-Fluglinien, Jamalskij Meridian:


  • Jamalskij Meridian ist ein monatliches, mehr als 100-seitiges Onboard-Magazin, das auf Flügen der Jamal-Fluglinien und im Jamal-Nenzen Gebiet ausgelegt wird.
  • Auflage: mehr als 7.000 Exemplare.
  • Themen: Wirtschaftliche, kulturgesellschaftliche und politische Ereignisse aus der Region der Jamal-Nenzen.  
 

Dienstag, 4. Dezember 2018

Winterlandschaft in Nowy Urengoi

Anna hat Bilder des verschneiten NU gemacht. Hier sind sie...
An die Kasseler: Das Weiße ist in Kristallen gefrorenes Wasser, nennt man Schnee, gab es zu meiner Jugend öfters im Freien...













Das müsste der Blick aus der Schule Nr. 17 sein
 Zur Zeit schwanken die Temperaturen zwischen - 13°C und -39°C, die Sonne geht gegen 10.15 Uhr auf und gegen 13.15 Uhr unter. Die Dämmerung beginnt schon um 7.30 Uhr und endet erst gegen 16.00 Uhr.

Diese lange Dämmerung zusammen mit Polarlichtern und der weißen Landschaft mag für die Menschen aus NU Alltag sein, wer einmal einen Winter im hohen Norden erlebt hat, wird diese Lichtspiele nie vergessen.


Samstag, 1. Dezember 2018

Besuch aus Nowy Urengoi

Zur Zeit besucht eine Delegation aus NU die Stadt Kassel. In diesem Rahmen trafen wir uns mit Vladimir Nujki, dem persönlichen Referenten des Oberbürgermeisters von NU.
Wir sprachen darüber, wie wir bzw. die Lehrer/innen in NU den russishcen Schülern bei der Gestaltung der Projekte helfen können. Ilian führte auch die Anmeldung auf unserer Kommunikationsplattform vor.
Vladimir wird sich auch in den nächsten Tagen erkundigen was diejenigen SFN - Teams machen müssen, die an einem russischen/sibirischen Wettbewerb teilnehmen wollen.


 

Dienstag, 20. November 2018

News

Zur Zeit gibt es Schwierigkeiten mit den Anmeldungen russischer Schüler und Lehrer auf unserer Plattform. Das werden wir am 29.11. mit dem Berater des Oberbürgermeisters von NU, Vladimir Nujkin, besprechen. Er besucht uns im SFN.

Wir sind sehr optimistisch, dass mindestens drei Proekte dann ihre gemeinsame Arbeit aufnehmen können (Müonen, Pflanzen, Graphen), und vielleicht gelingt es auch noch für andere Projekte Partner/innen aus NU zu begeistern.

Spätestens nach dem Besuch von Vladimir wird es wieder einen Post im Sibirienblog geben.

Etwas ins Stocken geraten ist der Aufbau unserer Bildersammlung und die Planung eines gemeinsam gekochten russischen Essens im SFN, zusammen mit allen Jugendlichen und Mitfahrer/innen. Aber wir arbeiten dran....

Couch Surfing in Russland

So hieß eine Veranstaltung, die heute im Blauen Saal der Stadthalle Kassel von Wintershall veranstaltet wurde.

Stephan Orth war viele Wochen in Russland unterwegs und hat in Privatwohnung auf der Wohnzimmercouch übernachtet.
Der Blaue Saal war als großes Wohnzimmer dekoriert, viele Sofas standen vor der Bühne, Stühle mit kleinen Tischen drumherum...es gab russische Leckereien und Getränke und nach der Veranstaltung ein großes Büffet.

In Gesprächen vor Beginn des Abends mit Vorstandsmitlgied Thilo Wieland und anderen wurde die große Bedeutung unseres Forschungsaustauschs unterstrichen. Alle haben die Arbeit der Permafrostpioniere verfolgt.

Auf der Bühne erzählte Stephan Orth von seiner Reise und las Abschnitte aus seinem Buch vor.

Anschließend gab es eine Podiumsdiskussion zwischen Vorstandsmitglied Thilo Wieland, dem langjährigen GEO-Chefredakteur Peter-Matthias Gaede und natürlich Stephan Orth, moderiert vom Journalisten Moritz Gathmann, an der auch später das Publikum teilnehmen konnte.

Mehrfach wurde dabei die Sibirienfahrt des SFN und eren große Bedeutung erwähnt.

Die Bilder sind nur mit dem Handy gemacht.