Zum ersten Mal forschen Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturen an gemeinsamen naturwissenschaftlichen und technischen Projekten. Der Blog berichtet von der ersten Fahrt von Jugendlichen aus dem Schülerforschungszentrum Nordhessen SFN an den Polarkreis nach Nowy Urengoi und der Zeit danach bis zum Abschluss des Gegenbesuchs im November 2019.

Blog von KP Haupt über die erste SFN Sibirienfahrt

Samstag, 30. März 2019

Neu im Blog: Suchfunktion

Rechts ist jetzt eine Suchfunktion integriert. Gibt man einen Begriff ein, werden alle Posts angezeigt, in denen dieser Begriff vorkommt.

Das Programm für Moskau


Programm
XXVI Allrussische W.I.Wernadskij-Jugendlesungen

 
8. April, Montag (der Veranstaltungsort wird angegeben)
11.00-19.00 – Registrierung der Teilnehmer.
11.00-17.00 – Ausflüge nach Zeitplan (falls erwünscht, Anmeldung bei der Registrierung)
11.00-17.00 – Besuch der Moskauer staatlichen Lomonosow-Universität und der führenden Universitäten Moskau (Anmeldung bei der Registrierung)
15.00 – Besprechungstreffen für Delegationsleiter

9. April, Dienstag (Präsidium der Russischen Akademie der Wissenschaften [RAW], Leninskij Prospekt, 32A, Metrostation Leninskij Prospekt)
9.00 – Einlass der Teilnehmer in das Gebäude des Großen Saals der RAW (Eingang für die Teilnehmer über den 6.Eingang)
10.00 – Einrichtung der Stände (Foyer der 1, 2, 3 Etagen des Großen Saals der RAW, nach Sektionen)
11.00 – Feierliche Eröffnung. (Großer Saal der RAW)
12.30 – Presse-Ansatz (Großer Saal der RAW)
12.30 – Beginn der Stand-Session (Foyer der 1, 2, 3 Etagen des großen Saals der RAW, nach Sektionen)
18.00 – Ende der Stand-Session
21.00 – Veröffentlichung von Listen der zu den Vorträgen (am 11.04) eingeladenen Personen in sozialen Netzwerkgruppen und auf der offiziellen Website des Wettbewerbs

10. April, Mittwoch (Schule Nr. 1553 benannt nach W.I.Wernadskij, ul. Derbenevskaja, 13, Metrostation Paweletskaja)
10.30 – Wissenschaftliches Lektorium. Am Ende der Vorlesung – Berichte in den Sektionen nach dem Arbeitszeitplan
15.00 – Wissenschaftlich-methodisches Seminar der Vertreter der regionalen Touren des Allrussischen W.I.Wernadskij-Wettbewerbs der Jugendforschungsarbeiten
15.00 – "Wir lesen Wernadskij" - Seminar am Institut für Geochemie und analytischer Chemie namens W.I.Wernadskij (nach Anmeldung bei der Registrierung).
12: 00 – Intellektuelles Programm für die Teilnehmer der Konferenz "Wanderweg der Entdeckungen von W.I.Wernadskij”
16.30-19.00 – Registrierung von Projekten für den Bereich der interdisziplinären Forschungen
18.00 – Wettbewerb der künstlerischen Kreativität.

11. April, Donnerstag (Schule Nr. 1553 benannt nach W.I.Wernadskij, ul. Derbenevskaja, 13, Metrostation Paweletskaja)
10.30 – Wissenschaftliches  Lektorium
11.00-15.00 – Führungen nach Zeitplan (falls erwünscht, Anmeldung bei der Registrierung am 9.-10. April).
12.00 – Master-Klasse für Pädagogen "Organisation der Expertise – Erfolgskriterien für den Auftritt des Lehrers auf der öffentlichen Plattform"
13.00-15.00 – Methodische Stand-Arbeit in den Sektionen
12.00 – Arbeit der Sektion zum Schutz der interdisziplinären Forschung
12.00-18.00 – Besuch des Moskauer internationalen Bildungs-Salons.
13.00-15.00 – Olympiade „Eco-Erudite”
16.00 – Präsentation des Projektes „Novy Urengoi – Gashauptstadt Russlands"
17.00 – Arbeitskonferenz der Interregionalen öffentlichen Bewegung der kreativen Pädagogen "Forscher". Arbeitsplanung
18.00 – Wettbewerb der künstlerischen Kreativität (Fortsetzung)
19.00 – Abschlussseminar von Vertretern der regionalen Abteilungen der Interregionalen öffentlichen Bewegung "Forscher" und Aktivisten der Forschungsbewegung

12. April, Freitag
Feierliche Abschlusszeremonie und Auszeichnung der Teilnehmer der XXVI Allrussische W.I.Wernadskij-Jugendlesungen (Präsidium der Russischen Akademie der Wissenschaften [RAW], Leninskij Prospekt, 32A, Metrostation Leninskij Prospekt)
10.00 – Wissenschaftliches Lektorium
11.30 – Feierliche Abschlusszeremonie
13.00 – Auszeichnung von Teilnehmern nach Sektionen

Das dritte Abenteuer kann beginnen....

dieses Mal in Moskau...Trotzdem wird hier im Blog berichtet...

Hinflug Mo, 8.34. 11.25 Uhr bis 15.35 Uhr
Rückflug Sa, 13.4. 15.30 Uhr bis 18.00 Uhr

Am kommenden Montag werden die Visaanträge abgeschickt...


Es fliegen wieder Ilian als Begleiter, Jannik, Tristan und dieses Mal auch Jochan, der am Abend vorher seine Bundeswettbewerbsarbeit hochladen muss.

Jochan ist nämlich Landessieger in Physik geworden und hat noch den Sonderpreis für zerstörungsfreie Prüfung sowie ein Forschungspraktikum am Karlsruher Institut für Technologie gewonnen.

Donnerstag, 28. März 2019

Hammermeldung als Nachtrag: Qualifikation für Moskau

Beide Teams haben sich für den nationalen russischen Wettbewerb in Moskau qualifiziert!!

Sie werden sehr zeitnah nach Moskau fliegen(10.-13.4.).

Wir wir erfahren haben, haben sie auch wirklich einen ersten Platz gewonnen. Die russische Jury war tief beeindruckt von der hohen Qualität der beiden Arbeiten.

Mittwoch, 27. März 2019

Abschlussbemerkung

Zuerst einmal Danke an die drei SFNler:

 - an Jannik und Tristan (und Jochan, der aber nicht mit konnte) für das Anfertigen der Facharbeit und Schreiben in englischer Sprache. Man sieht den Bildern an, dass sie gute Botschafter für das SFN und unser Anliegen waren.

- an Ilian, der mit professionellem Verhandlungsgeschick nachdrücklich das Gesamtprojekt auf eine gute Bahn gelenkt hat und zu sehr später Stunde immer noch Berichte und Bilder geschickt habt.

Am Montag treffen sich die Kasseler Verantwortlichen, um sich erste Gedanken zum Gegenbesuch im Herbst zu machen.

Der Blog geht weiter....

Erneuter Abschied

Eislaufen
Das Nachmittagsprogramm war heute der Besuch in einer Eissporthalle zum
Schlittschuhlaufen. Man merkt, dass Eislaufen in Russland klimabedingt
eine große Bedeutung hat; keiner der russischen Wettbewerbsteilnehmer
ist so unsicher übers Eis gerudert wie ich oder die gesamte Delegation
aus Thailand. Um den Kontrast zu maximieren, teilten wir uns die Halle
mit einer Leistungsgruppe von unter Zehnjährigen, die für einen
Wettbewerb trainierten. Immerhin konnte Tristan unser Ansehen etwas
aufrechterhalten.


Ökostation
Als Denkmal der Kooperation durfte ich abends noch einen großen
symbolischen Wegweiser in der Kinder-Ökostation mit einem Schild
Richtung Kassel ergänzen. Für uns "superpräzisen" Deutschen wurde extra
nicht gerundet, sondern sogar noch eine Nachkommastelle angegeben!
Als Ausklang unseres Besuches durfte die ganze Gruppe das Malen auf
einer Flüssigkeitsoberfläche ausprobieren und wir drei aus Deutschland
holten das Hundeschlitten fahren nach.









Á propos: Nach diesen ereignisreichen vier Tagen sind wir hundemüde (bei
der Energie der Schlittenhunde erschließt sich mir der Begriff
allerdings nicht ganz...). Morgen stehen wir um 6 Uhr auf (in
Deutschland gerade mal 2 Uhr) und treten gegen 8 den Rückflug nach
Kassel an, wo wir gegen 21 h eintrefffen.

Die SFNler mit Anastasia, der neuen Verbindungslehrerin zum SFN



Sonderpreis für unsere Teams

Do 27.3.

Bericht von Ilian:

Schülergespräch

Heute fand gleich morgens das von den neuen Koordinationslehrern
organisierte Treffen von Teams, Direktor (Viktor) und interessierten
Lehrern statt. In der ganzen Runde habe ich auf die zentrale Bedeutung
der regelmäßigen Kommunikation hingewiesen und fehlerhafte Kontaktdaten
korrigiert. Jannik und ich gemeinsam haben (vor allem auch für die
Lehrer) möglichst knapp erläutert, dass unser Arbeitskonzept bedeutet,
dass die Schüler ihr Projekt in die eigene Hand nehmen sollen und dabei
von den Lehrern unterstützt, aber in ihrer Projektarbeit nicht
beeinflusst werden. Danach habe ich mit jedem Team eine
Betreuungssituation wie im SFN durchgeführt und beim Myonen-Team hat das
so gut funktioniert, dass das Team so angeregt begann Ideen zu
diskutieren, dass ich nur noch gehen und sie machen lassen musste.
Der Direktor wird sich darum kümmern, einen Raum einzurichten, in dem
die Schüler jederzeit arbeiten und Experimente aufbauen (und stehen
lassen!) können. Künftig sollten wir mit gutem Beispiel vorangehen und
regelmäßig über den Stand der Arbeiten, Ideen und Probleme berichten.



Abschlussveranstaltung

Gleich zuerst: Einen der Hauptpreise haben unsere beiden Projekte nicht
bekommen, da sie Ehrenteilnehmer waren. Zusätzlich zur Teilnahmeurkunde
gab es aber einen nicht selbstverständlichen Sonderpreis. Einen Sieg
"aus dem Stand" beim russischen Nationalwettbewerb zu holen wäre auch
schon sehr erstaunlich gewesen. Die Juroren haben mehrmals auf die hohe
Qualität der beiden Arbeiten hingewiesen und sie hätten wohl gerne noch
eine Platierung vergeben.






Dienstag, 26. März 2019

Zweiter Wettbewerbstag: Nachmittag


"Facets of Mastery"

Nach dem Mittagessen folgte die Veranstaltung "Facetten der
Meisterschaft", eine Vorstellung der Fähigkeiten verschiedener
Wettbewerbsteilnehmer, die für die andren musizierten (Gesang, Gitarre,
Geige), tanzten oder Gedichte vortrugen bzw. einen (sehr guten) Science
Slam.





Danach folgte mit ca. halbstündigen Plenarvorträgen der zweite Teil der
Projektpräsentationen. Als russischer Nationalwettbewerb
Wettbewerbssprache Russisch, also sprang Jurgen (korrekter Evgeny, der
mir gestern den Wettbewerbsablauf erklärt hat) für Jannik und Tristan
als Übersetzer aus dem Englischen ein.




Weil wir heute wider Erwarten nicht in unserer Stammschule Nr.17 waren,
mussten die geplanten Schülergespräche auf morgen früh vertagt werden.
Ein großer Erfolg für unsere Kooperation war aber, dass zwei Lehrerinnen
der Schule 17 sich in Zukunft für die Kooperation einsetzen wollen.
Anastasia ist Englischlehrerin, spricht auch gut Deutsch und zeigt sich
schon immer als interessiert und sehr hilfsbereit bei unserem Projekt,
auch als Übersetzerin. Elena unterrichtet Informationstechnologie und
kann bei Infrastruktur und technischen Problemen helfen. So sind wir
wohl einer stabilen Grundstruktur für die landesübergreifende Teamarbeit
einen großen Schritt näher gekommen. Fehlt nur noch jemand, der bei
naturwissenschaftliche achfragen weiterhelfen kann.

Herrn Lipedski, dem Leiter des lokalen Wettbewerbs habe ich die Idee
vorgestellt, im nächsen Jahr praktische Kurzworkshops ähnlich der
gestern erlebten Masterclasses anzubieten. Und zwar im Stil des freien
Forschens im SFN. So können die Wettbewerbsteilnehmer und Schüler der
Schule Nr. 17 einen praktischen Vorgeschmack auf unsere Arbeit bekommen
und haben vielleicht hinterher Interesse, in ähnlicher Weise mit einem
Partnerteam in Kassel weiter zu arbeiten?
Beeindruckt von der hohen Qualität der Arbeiten von Jannik und Tristan
war Herr Lipedski begeistert und bezog auch gleich Herrn Leontowich
(Korrektur für gestern), den Leiter der Nationalebene des Wettbewerbs
mit ein.

Nach den produktiven Gesprächen wurden wir von den künftigen
Austauschpartnern von Jannik und Trisan und deren Freunden wie
selbstverständlich zum Pizza essen eingeladen.

Morgen früh finden dann die Fachgespräche und eine Planungsrunde mit den
Kooperationsteams und den beiden neuen Koordinatorinnen statt.

Ich habe schon gehört, dass wir uns beim morgigen Freizeitprogramm
wieder aufs gefrorene Nass begeben werden...
Übrigens pfeift gerade ein eisiger Wind, der die Temperatur heute Nacht
um fast volle 10°C fallen lassen wird.


Und am Mittwoch gehts weiter...gegen 21.00 Uhr gibt es sicher Wettbewerbsergebnisse....

Zweiter Wettbewerbstag: Allgemeines und Vormittag

Bericht von Ilian:

Di 26.3.

Posterpräsentation; russisches Bildungssytem

Heute fand der eigentliche Wettbewerb in einem nahe der Schule No.17
gelegenen Gymnasium statt. An vorbereiteten Ständen präsentierten die
Teams  Wettbewerbs ihre Poster, ganz ähnlich wie beim deutschen Jugend
Forscht Wettbewerb. Eine Jury führte je zweimal Gespräche mit den Teams.
Die Themen wiesen ein breiteres Spektrum als bei Jugend Forscht auf: Die
Klassiker Biologie (Flora und Fauna), Chemie, Technik und Physik waren
vertreten, dazu kamen aber auch Projekte über Geschichte, Ernährung und
relativ viele aus dem Themenkreis der Ureinwohner und ihrer Kultur.






Jury

Jury

Mit Daniel, einem der Schüler des Gymnasiums, der sehr gutes Englisch
sprach, hatte ich ein aufschlussreiches Gespräch über die möglichen
Bildungslaufbahnen in Russland. Es gibt ähnliche Aufteilungen wie in
Deutschland in mindestens drei Schultypen, vergleichbar Realschule
(hierzu zählt "unsere" Schule No.17), Gymnasium und Berufsschule.
Allerdings dauert die schulische Ausbildung in Russland nur 11 Jahre (4
Grundschule + 5 Basis + 2 Qualifikation). Interessant ist, dass es seit
ca. 10 Jahren ein Punktesystem gibt, mit dem man sich schon während der
Schulzeit den Zugang zu den grundsätzlich kostenpflichtigen
Universitäten erleichtern und sogar für ein Stipendium qualifizieren
kann. Das erklärt den teilweise flammenden Eifer, mit dem einige Schüler
bei praktisch jeder außerschulischen Aktivität anzutreffen sind (AG,
Wettbewerb, unsere Kooperation). Ein Sieg beim Vernadski National
Contest (der vom Präsidenten höchstpersönlich verliehen wird) bringt 10
Punkte und damit einen quasi sicheren Universitätszugang.
Vor der Einführung des Punktesystems gab es Aufnahmetests bei den
Universitäten, was aber dazu führte, dass Universitäten Schüler lokaler
Schulen bevorzugten.


Fortsetzung Nachmittag folgt sofort

Montag, 25. März 2019

Montag: Beginn des Wettbewerbs und buntes Treiben im Schnee

Hier berichtet Ilian selbst:

Hinweis: Vernadski-Lesungen heißen wohl eher Vernadski National Contest

Mo 25.3.

1. Schule No.17: Masterclasses

In Schule No.17 werden wir wie gewohnt herzlich von unseren Bekannten
empfangen, vor allem Salima. Sie stellt mir wieder ihr Büro zur
Verfügung. In der Schule sind Schüler verschiedener Schulen aus einem
(wegen der dünnen Besiedelung) sehr großen Gebiet Sibiriens zu Gast.
Jurgen, ein Juror des Vernadski National Contest, hat mir erklärt, dass
es etwa 20 solcher Regionalwettbewerbe gibt, die Teilnehmer für die
Nationalrunde in Moskau auswählen. Insgesamt wurden dieses Jahr ca. 1500
Arbeiten zugesandt. Wie ich erfahre, ist auch der Leiter der
Zentralorganisation Alexandre Leodkowski da.



In einer großen Einführungsveranstaltung, wie üblich mit Gesang und Tanz
(von Lehrern und Schülern) und (vermutlich wegen des nationalen
Wettbewerbs) Nationalhymne, werden die folgenden Masterclasses erklärt:





Je 5 Schüler sollen aus den kombinierten Fachgebieten ihrer Arbeiten ein
passendes neues Thema oder Oberthema finden und dazu ein "theoretisches
Forschungsprojekt" mit Ziel, Aufgaben und Methoden entwerfen.





Im Anschluss folgen Workshops unter Anleitung von Lehrern, die in der
Schule auch als AG angeboten werden, zum Beispiel Stop-Motion-Filme aus
Lego.

Während Jannik und Tristan daran teilnehmen, fühe ich Gespräche mit
Lehrern, die sich vorstellen können, zukünftig "Kooperationsleiter" zu
sein. Also Ansprechpartner für die russischen Schüler im
Kooperationsprojekt und die sich um einen zeitlichen und räumlichen
Rahmen für das Projekt kümmern. Angedacht ist ein Raum, in dem ähnlich
wie im SFN jederzeit an den Einzelprojekten geforscht werden kann, auch
sollen die Teams sich gegenseitig über Forschungsstände, Probleme und
Ideen informieren und auf diese Weise enger zusammen arbeiten.

2. Historisches Museum

Gazprom dobycha Urengoy ist eine Untergesellschaft von Gazprom und
erntet auf dem größten Gasfeld der Erde
(https://de.wikipedia.org/wiki/Gasfeld_Urengoi). Das Museum haben wir
bei unserem Besuch im Septermber bereits gesehen, neu ist ein
interaktives Modell zu den verschiedenen Bohrtypen (ich nenne sie
"S-Bohrung", "Knickbohrung", "Direktbohrung"), die auch der sehr
kompetente Führer am Modell der Lagerstätten des Gasfeldes erklärt.



3. Nachmittagsaktivität

Wir sind sehr gespannt auf das als "Schneewindsturm" angekündigte
Nachmittagsprogramm - der Bus mit einigen russischen, deutschen und
thailändischen Wettbewerbsteilnehmern hält schließlich bei einem
Wintersportveranstalter. Wieder hat die Wettbewerbsleitung an
sibirientaugliche Zusatzkleidung gedacht, wir werden mit großen
Gummireifen ausgestattet und los gehts zu verschieden steilen Bahnen an
einem Abhang hinterm Haus. Besonders viel Spaß macht es, sich aneinander
fest zu halten und als großer Haufen zu rutschen. Kurzerhand werden in
den Haufen auch Familien und die Jugend von Novy Uengoi integriert.






Tristan und Jannik vor einer Eisskulptur

Abends mache ich mich ans Berichten, Jannik und Tristan lassen den Abend
gemeinsam mit ihren künftigen Austauschpartnern ausklingen.

Morgen stehen die eigentlichen Präsentationen des Wettbewerbes an und
ich werde mich mit einigen Schülern des russisch-deutschen
Kooperationsprojektes (die nicht in die Ferien gefahren sind) treffen
und die Kooperation zusammen mit den neuen "Kooperationsleitern" in
feste Bahnen lenken.


Soweit Ilians Bericht...bis Dienstagabend, auch wieder gegen 21.00 Uhr...

Ein Zwischenbericht...

Leider wird die Koordination der Projekte nicht so funktionieren wie wir es von Ilians Besuch erhofft hatten...Es sind noch Ferien in NU und viele Schüler sind gar nicht da...Auch ist ein Verständnis für Projektarbeit seitens der Lehrer nicht ausreichend vorhanden:

Wir schlagen also vor:
Lehrer als "Standortkoordinator" einzusetzen, als Ansprechpartner für die Schüler und für uns und als Sprachrohr zur Schulleitung und Lehrerschaft. Also jemand der
  • Naturwissenschaften kennt
  • englisch spricht (ideal auch deutsch)
  • zugänglich ist
Genau das soll jetzt wohl umgesetzt werden.

Es scheint sehr schwierig zu sein, unsere Arbeitsmethode dort einzuführen.

In den letzten Tagen habe ich mal z.B. bei einem bekannten deutschen großen "Schülerforschungszentrum"  recherchiert. Dort finden fast nur Kurse für Schulklassen oder auch einzelne Schüler statt, mit vorgegebenen Themen und eng strukturierten Aufgaben.
Nur ganz wenige Teams nehmen an Jugend forscht teil, pro Jahr etwa 1...2 Teams, die meistens nicht über den Regionalwettbewerb hinauskommen.

In Sibirien kommt sicher noch eine andere Unterrichtskultur hinzu, aber ich fürchte fast, dass wir ähnliche Schwierigkeiten auch in Deutschland gehabt hätten.

Ich bin jetzt mal gespannt, wie es mir in Peking ergehen wird. Ich nehme ja den Kontakt vor Ort auf, bevor wir mit Jugendlichen aus China arbeiten. Aber ich fürchte, man wird ähnlich reagieren.

Und ganz ehrlich: Wieviel der sog. Schülerforschungszentren in Deutschland arbeiten wirklich so wie wir (und Saulgau)? Ich glaube, das ist eher der kleinere Anteil...aber der Name ist ja nicht geschützt....

Wir warten nun auf den Bildbericht des heutigen Tages.

Poster der beiden Wettbewerbsarbeiten


Jannik hat ein Massenspektrometer gebaut, dass makroskopische Staubteilchen messen und nach Masse sortieren kann, ganz ohne Vakuum.

(Bilder der Poster können durch Anklicken vergrößert werden)
Tristan hat zusammen mit Jochan (der mit einer eigenen Arbeit gerade beim Landeswettbewerb Jugend forscht in Hessen ist) untersucht, wie man über das Flackern von Laserlicht die Größe der Kristallkörner in einem Gegenstand bestimmen kann.


Heute Abend gibt es Bilder und Berichte vom ersten Wettbewerbstag in NU.

Sonntag, 24. März 2019

Zweite Fortsetzung erster Tag mit Film


Wir machen die Vergnügungsfahrt mit dem Rentierschlitten, sind beeindruckt, wie der Lenker die Tiere dirigiert, im tiefen Schnee kommen wir langsam voran, aber ein Schneescooter würde hier schon stecken bleiben, wie auf der Rückfahrt auch passiert



Ilian und Tristan

Die drei SFNler









Man fühlt sich etwas als Eindringling, hat das Gefühl, das Leben der Leute zu stören, obwohl wir willkommen sind. Obwohl die Kulturen sich angenähert haben, prallen noch Welten aufeinander

Unsere "Eventveranstalter" haben ein tolles Festmahl mit gebracht, das wir im Wohnzelt gemeinsam genießen. Allerdings halten sich die Nenzen selbst ganz raus,  finde ich schade

##    3 Rückfahrt

Auf der Rückfahrt zum Bus sehen wir eine richtig große Rentierherde,  mittlerweile auch für uns ganz gewöhnlich








Während der Busfahrt fahren wir an einer riesigen Gasfackel vorbei, deren Flackern von den Wolken zurückgeworfen wird

Morgen ist der erste Tag des Wettbewerbs und für Ilian der erste Tag in der Schule. Am Montag gegen 21.00 Uhr gibt es den nächsten Bericht. 

Die Teilnahme von Tristan und Jannik am Wettbewerb und  von Ilian an Gesprächen zur Verbesserung der gemeinsamen Projektarbeit wurde erneut durch Wintershall Holding finanziert.