Zum ersten Mal forschen Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturen an gemeinsamen naturwissenschaftlichen und technischen Projekten. Der Blog berichtet von der ersten Fahrt von Jugendlichen aus dem Schülerforschungszentrum Nordhessen SFN an den Polarkreis nach Nowy Urengoi und der Zeit danach bis zum Abschluss des Gegenbesuchs im November 2019.

Blog von KP Haupt über die erste SFN Sibirienfahrt

Sonntag, 28. Oktober 2018

Kontraste

Das obere Bild ist in Moskau entstanden, es zeigt einen Blick vom Moskwa-Ufer Richtung Roter Platz.

Unten sehen wir das Stadtzentrum von Nowy Urengoi.



Samstag, 27. Oktober 2018

Kurzbericht über die Fahrt



Es gibt auch ein PDF mit vielen Bildern als Kurzbericht zur Fahrt. Hier kann es heruntergeladen und gerne weiter gegeben werden:

PDF mit Kurzbericht zur Sibirienfahrt

Sie kommt!

Frau  Prof. Dr. Elizaveta A. Konstantinova, Physics Department, Moscow State University kommt ins SFN.

Wir haben sie in Moskau kennengelernt und waren von ihrer begeisterungsfähigen Art sofort angetan.




Wir haben einen Termin gefunden und sogar schon das Programm festgelegt:

Am Do, 29.8. wird sie nachmittags bei einem ersten Rundgang durch das SFN unsere Teams kennenlernen und mit ihnen reden (und dabei sicher viele Ideen zur Weiterentwicklung der Projekte besprechen).
Ein gemeinsames Abendessen schließt den Tag ab.

Am Fr, 30.8. organisieren wir am Vormittag einen allgemeinverständlichen Vortrag für alle Jugendlichen aus Nordhessen.
Am Nachmittag führt Frau Konstantinova wieder Gespräche mit unseren Teams und am Abend gibt es nur für SFNler einen Vortrag aus der Reihe "Pizza with the Prof", bei dem sie uns ihre neuesten Forschungsergebnisse erläutert, noch vor Erscheinen der Veröffentlichung: "Ihr werdet die ersten sein, die davon erfahren", schreibt sie).
Das gemeinsame Pizzaessen und ein Besuch in der Sternwarte schließt den Abend ab.
Am Samstag werden wir mit ihr dann die Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigen, gerne in Begleitung von SFNlern.

Die letzte Woche

In der letzten Woche hat sich einiges getan:

Unsere SFNler haben ihre Projekte fortgeführt, wir haben die Kommunikationspalttform eingerichtet und kommunizieren dort in Englisch miteinander.
Erste russsiche Schüler sind auf die Plattform eingeladen, es gibt einen russischen Begrüßungstext.
Wir sammeln gerade unsere in Sibirien entstandenen Kontakte zu interessierten Jugendlichen und übermitteln sie zur Schule Nr.17.

Erste Planungen zur Weitergabe unserer Arbeitsideen an die russischen Kolleg/innen laufen an, auch die Möglichkeit eines SFN-Besuches deutet sich an.

Die Lomonossow-Universität hat uns eingeladen, Teams zu einem Wettbewerb zu schicken und erste Interessenten aus dem SFN  sind da!

Wir sind auf einem guten Weg!

Montag, 22. Oktober 2018

Brief an die russischen Schüler

Die Arbeit mit unserer Kommunikationspalttform hat erfolgreich begonnen, sogar die ersten russischen Schüler haben sich angemeldet.
Ilian hat ein kurzes Anschreiben verfasst, das auf russisch übersetzt, den Jugendlichen aus Sibirien bei der Einladung zugeschickt wird.

Liebe Schüler und Projektpartner,

im Kooperationsprojekt der Schule 17 und dem SFN Kassel können russische und deutsche Schüler an gemeinsamen, selbstbestimmten Forschungsprojekten arbeiten. Diese sind auf die Zeit zwischen den Austauschstreffen, also mindestens ein Jahr ausgelegt und lassen möglichst viel Freiraum für Ideen und freie Arbeit der Schüler. Das Thema, die Forschungsfrage und die Arbeitsweise, bestimmt ihr also selbst. Das ist anders als an einer Schule; das SFN wurde speziell gegründet, um freies Forschen für Schüler zu ermöglichen. Natürlich lassen wir euch nicht allein, ihr könnt immer einen der Mentoren fragen oder natürlich eure Projektpartner.
Bei so einem Projekt kann man lernen, wie echte Forschung funktioniert, man lernt selbst wissenschaftlich zu arbeiten und vor allem kann man eigene Ideen umsetzen. Schließlich kann man mit seinem Projekt bei einem Wettbewerb antreten, wenn man möchte.
Dies ist das erste mal, dass es solche Schüler-Projekte nicht nur innerhalb Kassels oder Deutschlands, sondern sogar über Landesgrenzen hinweg gibt. Wenn ihr Fragen, Ideen (auch für neue Projekte) habt oder jemanden kennt, der mitmachen möchte, schreibt uns bitte. Und nun viel Spaß beim Forschen!

KP & Ilian

Дорогие ученики и партнеры по проектам!

В рамках договора о сотрудничестве между СШ № 17, г. Новый Уренгой, и Центром SFN, г. Кассель, российским и немецким школьникам предоставляется возможность для совместной работы в научно-исследовательских проектах, которые девушки и ребята сами выбирают. Работа над этими проектами осуществляется в период между обменными визитами школьников, т. е. как минимум в течение одного года, и дает ее участникам большое свободное пространство для идей и для работы над их реализацией. Таким образом, Вы сами определяете тему, вопросы, подлежащие исследованию и то, как Вы будете работать над поисками ответов на них. Это не совсем школьный подход! Исследовательский центр SFN в Касселе был специально создан с целью, предоставить школьникам возможности для ведения свободной научно-исследовательской деятельности. Конечно же, мы, ваши учителя и наставники, всегда будем находиться рядом, и Вы всегда можете обращаться к нам или к Вашим партнерам по проектам за помощью.

При работе над таким проектом Вы узнаете, что значит, заниматься настоящей исследовательской деятельностью. Вы научитесь, как нужно вести научную работу, и, самое главное, как можно реализовывать собственные идеи. В итоге, если Вы того желаете, Вы сможете выставить Ваш проект на конкурс.

Впервые такие проекты школьников выходят за границы не только одного города, но и одной страны, и тем самым приобретают международный характер. Если у Вас появляются вопросы, новые идеи (в том числе по новым проектам) или Вы знаете кого-то, кто тоже хочет участвовать в этом проекте, пишите нам.
Желаем радости и успехов в Вашей научно-исследовательской деятельности!

KP & Ilian


Beispiel für einen Anfang:

  created a task
Sat 9:12 PM

Get a consence on the plants to use
Phase 1
    Luca Geister

    Luca Geister created a task
Sat 9:14 PM

Get the exact Lamp moddel
Phase 1
    Luca Geister created a task
Sat 9:14 PM

Soil + watering system
Phase 1
    Joris Gilfert joined the team
Sun 11:00 AM
    Joris Gilfert
Sun 11:03 AM
What do you think about writing the tasks in English, so that the Russian team members can understand them too?
    Joris Gilfert created a task
Sun 11:03 AM

translate tasks
Phase 0
    Joris Gilfertreplied to Soil + watering system
Sun 11:10 AM
How did they take care of the plants in NU when we visited them?
    Luca Geister completed translate tasks
     
    Das läuft doch gut an!
     

Samstag, 20. Oktober 2018

Was wir demnächst planen

In der letzten Woche habe ich mit jedem der Sibirienfahrer gesprochen.

Deutlich wurde, dass die russischen Projekte sehr stark lehrerzentriert sind und auch die Präsentationsinhalte letztlich vorgegeben wurden. Sogar einzelne Versuchsvorgänge wurden mehjr von den Betreuern als von den Schülern durchgeführt.
Aber auch in diesen Projekten haben die SFN - Schüler viel eigenen Gestaltungsraum gewonnen und u.a. Forschungsfragen statt Präsentationsschritte in den Mittelpunkt gestellt.

Unklar ist auich geblieben, welche sibirischen Schüler/innen nun an den Kooperationsprojekten wirklich mitarbeiten werden.

Wir haben jetzt die folgenden Kooperationsprojekte vorgeschlagen:

Müonen: Aufbau von Messstationen in KS und NU, 3 russische Interessenten vorhanden, drei Jugendliche aus dem SFN sind schon länger dabei

Biologie: Untersuchung des Lichteinflusses in Treibhäusern, zwei SFNler und 2 russische Interessenten plus 2 zusätzlich von der Schulleitung genannte Partnerinnen

Neu hinzugekommen:

Nanoröhrchen: Dreierteam im SFN, drei russische Interessenten, muss jetzt aufgebaut werden

Neuronale Netze (startet erst im Frühjahr, aber ein vorhandener russischer Interessent könnte sich schon einarbeiten)

n-Körper-Problem: Wäre gut geeignet, wir suchen russische Interessenten

Methannachweis: Wäre gut geeignet, wir suchen russische Interessenten

Nicht geeignet:
GYPT Newton Pendel, Laserspeckle und Massenspektrometer: Die vier Schüler könnten Workshops beim Gegenbesuch organisieren, an denen sibirische Jugendliche teilnehmen, die in keinem Kooperationsprojekt sind.

Um unsere Arbeit zu strukturieren, hat Ilian die Plattform glip für uns eingerichtet. Hier können deutsche und russische Teampartner miteinander kommunizieren, Termine festlegen, Daten hochladen etc....

In den nächsten Wochen wollen wir das vorleben und versuchen, die russischen Schüler hier zur Mitarbeit zu bringen.

Wenn sich das bewährt, könnten wir uns diese Plattform  auch als interessantes Modell für mehr Struktur in der Arbeit der SFN - Teams vorstellen.

Dienstag, 16. Oktober 2018

Kommentar

Mich hat folgender Kommentar erreicht, der mich sehr angesprochen hat und mir in Erinnerung ruft, welche doch außerordentliche Erfahrung, trotz der Startschwierigkeiten für die echten Forschungen, wir machen durften!

Ich habe den Bericht soeben verschlungen und komme aus dem Staunen nicht heraus. Was kann man Schülern noch mehr bieten?! Diese "Exkursion" wird immer in Erinnerung bleiben.

Toll auch das mediale Interesse in Sibirien. Das würdigt die Leistungen beider Seiten sehr.
Interessant war für mich auch die Beschreibung der Gruppenarbeitsphasen und die Rolle des Lehrers bzw. des Schülers in dem Forschungsprojekt.


Gratulation zu diesem Erfolg.
Nun bin ich gespannt auf den Gegenbesuch in Kassel.


Montag, 15. Oktober 2018

Ilians Eindrücke

Die Herausforderung unseres Austauschs nach Russland war, Projekte im
Sinne des freien Forschens, nach dem die Schüler* im SFN arbeiten,
grenzenübergreifend in Russland an einer Schule zu starten. Schon für
die Schüler im SFN ist es erstmal schwer, ein Projekt selbst zu planen
und zu verwirklichen, weil diese Art zu arbeiten nicht in der Schule
gelehrt wird. Und diesmal war unser Vorhaben kein Heimspiel im SFN...

Eine natürliche Erschwernis war die Sprachbarriere, nur manchmal konnten
wir direkt kommunizieren, sowohl mit den russischen Lehrern*, als auch
die Schüler* untereinander. Schönerweise haben zusätzlich zu unserem
Dolmetscher auch Lehrer* und Schüler* beider Länder bereitwillig und
teilweise stundenlang übersetzt.

Gänzlich neu für russische Schüler* und Lehrer* war unser Konzept von
freien Schülerprojekten. In den russischen Forschungsprojekten hatte der
Lehrer bei Zielsetzung und Durchführung eine zentral leitende Rolle. In
unseren nehmen die Schüler diese Rolle selbst ein, bestimmen Themenwahl,
Zielsetzung und Methoden. Entsprechend verstanden die russischen
Schüler* erst nicht, was sie eigentlich tun sollten, weil sie gewöhnt
waren, ausgearbeitete Pläne umzusetzen. Nach einiger Zeit ist der der
Groschen aber gefallen und in den letzten Tagen konnte man schon
planende, diskutierende Schülerteams sehen, sodass die Anwesenheit eines
Beraters nur selten nötig war. Letzteres war für russischen Lehrer neu.
"Wer leitet die Kinder an?" war die charkateristische Frage, als die
ersten selbstbestimmten Schülerprojekte starteten. Die Antwort
verblüffte: „Sie selbst!“ Generell ging es an der russischen Schule
diszipliniert und strukturiert zu, was die gemeinsame Arbeit angenehm
machte.

Sowohl Lehrer* wie Schüler* ließen sich auf das neue Konzept ein und die
Schüler* konnten die ursprünglichen 3 angeleiteten Projekte um 4
selbstbestimmte ergänzen. In Anbetracht der gerade mal einwöchigen
gemeinsamen Arbeit ist das ein tolles Ergebnis.

Das war nur möglich, weil uns von russischer Seite alle mit großer
Offenheit, Interesse und vor allem Freundschaftlichkeit begegnet sind.
Es war einfach toll, wie sich Presse, Stadtverwaltung, Schulleitung,
Lehrer und Schüler für unseren Besuch interessiert haben. Überall hatte
ich das Gefühl unter Freunden zu sein. Das war trotz der eindrucksvollen
Erlebnisse und Besichtigungen für mich die wertvollste Erfahrung unseres
Austauschs.

Ein Sinnbild für die Kommunikativität und Freundschaftlichkeit in der
russischen Kultur ist mir in einem Park in Moskau aufgefallen: An jeder
Ecke stehen dort überdachte Sitzbankrunden, in denen man automatisch ins
Gespäch kommt, mit Freunden wie mit Fremden.


Durch das begonnene Austauschprogramm haben wir methaphorisch eine
solche Runde gebildet, in der Fremde zu Freunden und Projektpartnern
geworden sind. Und es wäre schön, wenn wir auch in unserem Land die
Bänke zusammenschieben und die Blicke aufeinander richten.

Ilian Eilmes

Sonntag, 14. Oktober 2018

Wie geht es weiter?

Inzwischen ist mir klar geworden, dass wir noch viel tun müssen, damit wirklich gemeinsame Forschungsprojekte zum Tragen kommen.

Wir haben in NU die folgenden Ansätze festgeklopft:

- Müonenprojekt: Aufbau einer Messstation in KS und NU
Die Station in Kassel könnte bald laufen, David und Luke sind zusammen mit Mayya (die in zwei Jahren mitfahren könnte) am Ball. Sobald alles läuft, werden Schaltpläne und Material nach NU geschickt. Aber bleiben die Jungs dort am Ball? Haben sie sich wirklich aus eigenem Interesse und Antrieb für dieses Projekt entschieden? Können/Dürfen sie ohne Lehrerbegleitung am Projekt arbeiten?
Deutsch-russische Forschungsfragen sind schon entwickelt.
Wir müssen jetzt von unserer Seite die Kontakte intensivieren.

- Biologieprojekt: Untersuchung des Lichteinflusses auf Treibhausgewächse
Das Projekt gibt es schon in NU, Joris und Luca haben schon vorher mit den Mädchen sich ausgetauscht. In Nu wurde ein ähnliches (?) Experiment in einer von Lehrern geleiteten Gruppe durchgeführt. Es kam ein abweichendes Ergebnis heraus.

Beste Voraussetzung zur Forschung!
Aber Luca und Joris wurden wohl zwei ganz andere Mädchen als Partnerinnen zugewiesen. Das muss geklärt und eigentlich geändert werden.

- Neuronale Netzwerke: Programieren eines neuen Lernverfahrens
Leon möchte sich damit näher nach Abschluss seiner jetzigen JuFo-Arbeit beschäftigen (d.h. frühestens April 19). Er hat einen Partner in NU bekommen, der noch wenig Vorkenntnisse hat.

Gelingt es uns hier, den Partner zu halten und zu motivieren die Zeit bis April für den Aufbau von Kenntnissen zu nutzen?

- Graphen-Nano-Röhrchen: Herstellung und Untersuchung
Wenzel hat hier in Kassel schon in einem eigenen Team mit Recherchen begonnen und steht vor den ersten Experimenten. Am Abreisetag wurde ihm ein deutlich jüngerer Projektpartner zur Seite gestellt.
Hier müssen wir den Kontakt aufbauen und ev. helfen, dass sich der Jüngere in die Thematik einarbeiten kann.

- Aufbau einer Produktionsstraße
Ist wohl von Jaro und Chris mit wechselnden russischen Partner/innen vor Ort zu Ende gebracht. Hier könnte lediglich noch eine Beratungssituation entstehen.

- Nachweis von Methan durch Laser: Aufbau eines Messverfahrens
Das ist das Projekt von Jan, der damit erst angefangen hat, aber durchaus schon viel Erfahrungen sammeln konnte und Vorstellungen entwickelt hat.
Vielleicht könnte man dieses Projekt aus der Ferne zu einem weiteren Kooperationsprojekt machen? Wie? Das Methanthema ist für Permafrost sicher interessant und bietet dort viele Forschungsansätze.

Laser-Speckle (Jochan, Tristan):

erscheint mir auf Grund des weit fortgeschrittenen Standes wenig für eine Kooperation geeignet.

Weiterbau des Massenspektrometers (Jannik):
sehe ich ähnlich wie bei Speckles

Simulation von n-Körper-Problemen
Damit fängt Chris jetzt an, hier wäre sehr gut eine Kooperation möglich, liegt auch im Fokus der Schule...
Aber wir müssen Kontakte herstellen...Wie?

Fazit: 

Zwei Kooperationsprojekte könnten sicher sein, aber es muss noch einiges geklärt werden (Müonen, Bio)

Zu zwei Projekten gibt es Kontaktpersonen. Die Ernsthaftigkeit des Interesses müsste geklärt werden.(Graphen, neuronale Netze)

Zwei weitere Kooperationsprojekte könnten neu vorgeschlagen werden (Methan, n-Körper)

Eine Kooperation ist wohl abgeschlossen (Produktionsstraße)

Einige SFNler werden somit nicht von Kooperationen betroffen sein, sie könnten projektartige Lehrgänge beim Gegenbesuch anbieten, denn auch einige russische Schüler/innen werden nicht in Kooperationsprojekten sein.

In der kommenden Woche werde ich mit allen Teams sprechen und dann gemeinsam mit Ilian, Marina und Jörg das weitere Vorgehen beraten.

Die Vorbereitung des Gegenbesuchs hat hiermit begonnen......


Samstag, 13. Oktober 2018

Bericht von Chris

Die Gastfreundschaft in Russland war wirklich toll. Obwohl meine Gastfamilie wenig Englisch sprechen konnte, hat die Kommunikation immer funktioniert.
Tolle Erlebnisse waren das Beobachten der Polarlichter  und der Besuch einer Gaslagerstätte.
Mein Eindruck war, dass die Schule in Nowy Urengoi anders aufgebaut ist als Schulen in Deutschland. Einerseits ist die Ausstattung wesentlich besser andererseits war mein Eindruck, dass die Schüler auch selbstständiger arbeiten können, als es in einer deutschen Schule denkbar wäre. 

Alles in allem war der Aufenthalt in Nowy Urengoi ein tolles Erlebnis, an dem jeder teilnehmen sollte, der die Möglichkeit dazu  hat.

(Ergänzung KP: Alle zwei Jahre, so ist geplant, wird eine Gruppe aus dem SFN nach NU fliegen.)

Film der Schule Nr.17 über unseren Besuch in NU

Die Schule Nr. 17 hat einen 6,5 minütigen Film über unseren Aufenthalt produziert. Da er 400 MB groß ist, habe ich ihn stark komprimiert und in drei Teile zerlegt.

Später binde ich noch eine komplette Version über YouTube ein.

und nun der letzte Teil:

Und hier der komplette Film aus unserem nichtöffentlichen YouTube Kanal:


Donnerstag, 11. Oktober 2018

Bericht von Wenzel

Diese Reise war in vielen verschiedenen Hinsichten einfach nur unglaublich. Ich bin auch sehr froh, dass es noch mit einer Partnerschaft mit meinem Projekt  gekommen ist und ich konnte in Nowy Urengoi viele neue Freunde finden, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Zudem ist es auch faszinierend zu sehen, wie sich das gesamte Projekt, von einer einfachen Videokonferenz bis zu einem Austausch, entwickelt hat. Insgesamt hat mir der Austausch sehr viel Spaß gemacht und  ich freue mich umso mehr auf weitere Zusammenarbeit mit meinen russischen Projektpartnern.

An den Abenden waren wir viel draußen unterwegs und haben die Stadt erkundet oder wir waren zu Hause und haben uns mit der Gastfamilie Filme angeguckt. Zudem waren wir auch mal mit Leon und Anna im Escaperoom, was sehr amüsant war. Am letzten Abend haben wir uns mit ein paar russischen und deutschen Schülern zusammengesetzt und haben Spiele gespielt und uns schon verabschiedet.

Bericht von Luke

Insgesamt fand ich den Aufenthalt sehr interessant. Wir haben bei unserem Kooperationsprojekt (Myonen) mit dem russischen Schülern viele  Fortschritte gemacht.
Die Wohnung, in der ich wohnte, war relativ groß und Innen modern eingeräumt. Da meine Austauschpartnerin gut Englisch kann, gestaltete sich unsere Kommunikation zum Glück relativ einfach.
An den Abenden, an denen sich kein Programm befand, habe ich die Zeit  im Kreis der Freunde oder Familie  meiner Austauschpartnerin verbracht und konnte so neue Leute kennenlernen. Genau das fand ich sehr interessant. Diese Verständigung zwischen deutschen und russischen Schülern gelang, trotz der sprachlichen Barriere, sehr gut und nachhaltig.
 
 
 

Bericht von Joris

Für mich war die Zeit in Nowy Urengoi ebenfalls sehr interessant. Ich habe mich in meiner Gastfamilie sehr wohl gefühlt, obwohl die Wohnung vergleichsweise klein war. Es gab zum Beispiel kein Wohnzimmer, wir haben uns also entweder in unserem Zimmer oder in der Küche aufgehalten. Trotzdem hatten wir recht oft Besuch von Freunden oder Verwandten.

Obwohl die Eltern kein Englisch konnten, haben wir uns gut verstanden. Meistens hat meine Austauschpartnerin übersetzt aber es ging auch so irgendwie. An einem Abend habe ich mich eine Weile, um es mit KPs Worten auszudrücken, "mit Händen und Füßen" und Google Translator mit dem Vater unterhalten. Nicht einfach aber es funktioniert... Er war vor einiger Zeit schon einmal in Deutschland und gar nicht so weit von Kassel weg gewesen (unter anderem in Naumburg).
Allgemein kann ich sagen, dass die meisten Menschen sehr offen und interessiert waren. Nicht nur Freunde und Verwandte meiner Gastfamilie wollten einiges über mich und Kassel erfahren und meistens auch etwas Deutsch lernen. Am letzten Abend haben mich vor dem Haus zwei Männer auf meine Kamera angesprochen und waren richtig begeistert von meinen Fotos.
Lichtmalerei vor dem Wohnhaus

Als dann zufällig mein Gastvater dazu kam und erzählte, dass ich aus Deutschland komme, waren sie noch begeisterter. Leider habe ich nur das Wort "interesting" verstanden, das haben sie dafür aber ziemlich oft gesagt...
Ich persönlich bin jedenfalls begeistert davon, wie sich in dieser kurzen Zeit tolle Freundschaften zwischen den russischen Schülerinnen und Schülern und uns gebildet haben. Und so glaube ich, dass der Besuch auch im Hinblick auf die Verständigung zwischen unseren Kulturen ein großer Erfolg war und sich hier gezeigt hat, wie gut sich Menschen verstehen können, wenn man offen aufeinander zugeht und sich nicht vor allem Ungewohnten und Neuen verschließt.

Janniks Bericht

In lockerer Folge poste  ich einige persönliche Eindrücke der SFNler.

Hier ist Janniks Bericht:

Es war alles super toll und anstrengend. Aber das außergewöhnlichste, was ich gemacht habe, war an dem Tag, wo wir auch gebowlt haben. Da bin ich mit dem Vater und dem Gastbruder  zusammen russische Eisenbahn gefahren und ich durfte die sogar selber fahren.
Abends haben wir uns meistens unterhalten, einmal haben wir zusammen irgendwas russisches gekocht. Untergebracht war ich in so einem Plattenbau, von innen aber sehr modern.







Weitere Fernsehberichte aus Sibirien

Leon in seiner Familie

Das russische Fernsehen hat wirklich umfassend berichtet, es war sogar in der Gastfamilie von Leon.

Hier der Fernsehbericht:

Leon und seine Gastfamilie

Komplette Nachrichten von 9.10.2018: ab ca. 11'40 - Bericht über Leon und Anna; anschließend ab ca. 14'50 - über Besuch im Ethnographischen Museum 

Die ersten Bilder als Nachtrag

Hier zwei Aufnahmen von NU, die mir Ilian geschickt hat (er konnte aus der anderen Seite aus dem Flugzeug sehen...)


Ich melde mich später wieder...

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Wie geht es weiter

Am Donnerstag verschicke ich die Links zu den russischen Fernsehsendungen und reflektiere über die Fahrt.

Nächste Woche treffen sich alle SFNler, die in Sibirien waren, wir ziehen ein Fazit und überlegen, wie wir die Kontakte am Leben erhalten und die Projekte beginnen.
Auch darüber werde ich nächste Woche bloggen.

Geplant sind auch ab und an mal Posts zu Zwischenergebnissen, natürlich auch bei neuen Videokonferenzen....
Also öfters mal reinschauen oder eine der beiden Benachrichtungsmöglichkeiten
 aktivieren....


Angekommen

Nach 3,5 Stunden waren wir in Moskau, dort hatten wir 2 Stunden Zeit neu einzuchecken.
Landung in Moskau


Warten in Moskau

Dann hob die Lufthansamaschine ab zum 3 stündigen Rückflug nach Frankfurt.

Hier erwischte uns die bundesdeutsche Realität....Zugverspätungen bis zu 80 Minuten
...Ein Deja Vue......siehe Post 1
Warten in Frankfurt

Aber um 18.09 Uhr werden wir losfahren und um 19.45 Uhr in Kassel ankommen....
Kaputt, erschlagen, manche traurig, aber

Mission accomplished

Abschied

Um 7.15 Uhr haben die Gasteltern ihre Gastkinder zum Flughafen gebracht.














Abschied nehmen fällt schwer, besonders wenn man sich in der kurzen Zeit so nahe gekommen ist. Nicht nur erwartete Tränen sind geflossen, sondern auch viele der jüngeren Gastbrüder hatten feuchte Augen.


Es waren sehr emotionale Momente, an denen deutlich geworden ist, dass die Menschen die große Chance einer freundschaftlichen Verbindung genutzt haben.

Ein letzter Blick auf die  Tundra, dann trüben  Wolken  den Blick zurück.



Aber sofort tauchen  strahlend blauer Himmel und die helle Sonne auf, symbolisch für den Blick in die Zukunft der Permafrost-Pioniere und ihren neuen Freunden.

Dienstag, 9. Oktober 2018

Noch ein interessanter Link

Die Projekthomepage der Schule, zwar auf russisch, aber viele Bilder......

Projekthomepage der Schule Ne 17

 oben rechts kann man die drei Präsentationen der Projekte anklicken.

Morgen früh gibt's noch Bilder vom Flughafenabschied, die ich aber erst beim Flug Moskau Frankfurt poste.

Ein erstes Fazit

Wenn wir morgen früh NU verlassen haben, wird der Winter beginnen und sehr bald eine Schneedecke über der Stadt liegen.
Nach unvergesslichen Eindrücken in Moskau  sind wir 6,5 Tage hier gewesen.
Deutlich haben wir die unterschiedliche Realität zum Begriff des Forschens gespürt. Viele Jahre nach Eröffnung des SFN ging es mir in Kassel ebenso....hier ist es uns gelungen, auch Dank des tollen Einsatzes von Marina, Ilian und Valera, der kein Dolmetscher sondern ein Vermittler der Kulturen war, zum zweiten Mal in wenigen Tagen  ein kleines Wunder zu vollbringen....der Gedanke des SFN ist hier im fernen Sibirien zum  Tragen gekommen.

Wissen diejenigen Bürokraten in Deuschland, deren Aufgabe der Aufbau von Hürden ist, eigentlich welche weltweit bedeutende Arbeit sie erschweren?

Aber zurück...Es ist ein Anfang, aber einer der motiviert weiter zu machen und optimistisch in die Zukunft zu blicken.

Aber wir können auch stolz auf unsere Jungs sein, sie haben erkannt um was es uns geht aber auch welcher Erfolgsdruck auf unseren russischen Partnern lag.

Unsere Jungs haben sich eingeordnet in beengte Wohnverhältnisse, haben Freundschaften geschlossen, sogar ganz besonders wertvolle.

Ich bin stolz und dankbar darauf, dass ihr diese Idee von Viktor, Marina und mir zum Leben gebracht habt.

Es war eine der anstrengendsten Wochen meines Lebens...täglich von 7 bis Mitternacht unter Starkstrom (Der Blog hat mich oft 3 Stunden und mehr gekostet),
Aber ich bin hoch zufrieden, möchte keine Sekunde missen und bin dankbar und glücklich dabei sein zu dürfen.

Am Donnerstag werde ich mehr auf die Projekte und die neuen Kooperationen eingehen.
Jetzt wird gepackt....um 7.15 Uhr müssen wir auf dem Flughafen sein.

Unvergleichliche Erinnerungen an liebe gastfreundliche Menschen nehme ich mit, voll gestopft mit Eindrücken und stolz auf das was uns Permafrost Pionieren geglückt ist.

Doswidanie

Film von der Feierstunde







Gleich geht's weiter....

Feierstunde

Nun geht es zu Ende....

Die Aula füllt sich


 







Aber so Viktor, der Schulleiter, es ist kein Abschied sondern der Anfang von etwas Neuem, Einmaligen. Wir haben neue Kooperationsprojekte, zarte Pflänzchen, die wir jetzt pflegen und zum Wachsen bringen müssen.




 Ich bedanke mich für die herausragende Gastfreundschaft sowohl von der Schule aber auch von den Gasteltern. Ich betone, wie zufrieden und stolz wir darauf sind, dass wir dieses einmalige Gemeinschaftsprojekt auf den Weg gebracht haben.
Unser Projekt hat zwei Seiten:
Die wissenschaftlichen Aspekte kann man vorbereiten und strukturieren. Das ist uns gelungen.
Der menschlichen Seite kann man nur Chancen geben, umsetzen müssen es die Betroffenen. Und auch das ist hier gelungen, wir haben einen nachhaltigen Beitrag zur Verständigung unserer Kulturen erwirkt.

Die weit über eine Stunde gehende Show mit Gesang und Tanz brachte die große Freude unserer Gastgeber über dieses Projekt zum Ausdruck.
Alle Teams, auch die neuen, wurden auf die Bühne gerufen und erhielten eine Urkunde,  den Betreuern und Mitarbeitern wurde gedankt.
Hier sind sie, die Permafrost-Pioniere:

Leon

Tristan

Joris

Luca

Jaro

Luke

Jochan

Jannik

Wenzel

Jan

David


Chris
 Hier die neuen Kooperationsteams, Wenzel fehlt noch, er bekommt seinen Partner erst nach der Feier....


Dutzende Menschen haben in der Schule Nr. 17 mitgeholfen, das wird für uns eine Herausforderung für Planung und Durchführung nächstes Jahr.
Auch den Gasteltern wurde gedankt.


 Dann ging die Show weiter...
 Und zum Schluss wurde gemeinsam ein russischer Song gesungen.
Im nächsten Plot gibt es Videoausschnitte dazu.



Nach der Veranstaltung bekamen wir noch Geschenke der Stadt und wir überreichten den Kollegen Wein und Schokolade.
Ich wurde zum zweiten Mal an diesme Abend von einem russischen TV Team interviewt.


 Ich brauch jetzt mal einen Moment Pause, dann lade ich Videoausschnitte hoch und dann gibt es noch ein erstes Fazit von mir.
Während des Rückfluges werde ich auch bloggen.
Am Donnerstag werde ich nochmals mehr schreiben und dann gibt es immer wieder neue Berichte, bis zum nächsten Jahr, wenn ich den Gegenbesuch dokumentiere.
Bis gleich....