Zum ersten Mal forschen Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturen an gemeinsamen naturwissenschaftlichen und technischen Projekten. Der Blog berichtet von der ersten Fahrt von Jugendlichen aus dem Schülerforschungszentrum Nordhessen SFN an den Polarkreis nach Nowy Urengoi und der Zeit danach bis zum Abschluss des Gegenbesuchs im November 2019.

Blog von KP Haupt über die erste SFN Sibirienfahrt

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Bericht von Joris

Für mich war die Zeit in Nowy Urengoi ebenfalls sehr interessant. Ich habe mich in meiner Gastfamilie sehr wohl gefühlt, obwohl die Wohnung vergleichsweise klein war. Es gab zum Beispiel kein Wohnzimmer, wir haben uns also entweder in unserem Zimmer oder in der Küche aufgehalten. Trotzdem hatten wir recht oft Besuch von Freunden oder Verwandten.

Obwohl die Eltern kein Englisch konnten, haben wir uns gut verstanden. Meistens hat meine Austauschpartnerin übersetzt aber es ging auch so irgendwie. An einem Abend habe ich mich eine Weile, um es mit KPs Worten auszudrücken, "mit Händen und Füßen" und Google Translator mit dem Vater unterhalten. Nicht einfach aber es funktioniert... Er war vor einiger Zeit schon einmal in Deutschland und gar nicht so weit von Kassel weg gewesen (unter anderem in Naumburg).
Allgemein kann ich sagen, dass die meisten Menschen sehr offen und interessiert waren. Nicht nur Freunde und Verwandte meiner Gastfamilie wollten einiges über mich und Kassel erfahren und meistens auch etwas Deutsch lernen. Am letzten Abend haben mich vor dem Haus zwei Männer auf meine Kamera angesprochen und waren richtig begeistert von meinen Fotos.
Lichtmalerei vor dem Wohnhaus

Als dann zufällig mein Gastvater dazu kam und erzählte, dass ich aus Deutschland komme, waren sie noch begeisterter. Leider habe ich nur das Wort "interesting" verstanden, das haben sie dafür aber ziemlich oft gesagt...
Ich persönlich bin jedenfalls begeistert davon, wie sich in dieser kurzen Zeit tolle Freundschaften zwischen den russischen Schülerinnen und Schülern und uns gebildet haben. Und so glaube ich, dass der Besuch auch im Hinblick auf die Verständigung zwischen unseren Kulturen ein großer Erfolg war und sich hier gezeigt hat, wie gut sich Menschen verstehen können, wenn man offen aufeinander zugeht und sich nicht vor allem Ungewohnten und Neuen verschließt.

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