Zum ersten Mal forschen Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturen an gemeinsamen naturwissenschaftlichen und technischen Projekten. Der Blog berichtet von der ersten Fahrt von Jugendlichen aus dem Schülerforschungszentrum Nordhessen SFN an den Polarkreis nach Nowy Urengoi und der Zeit danach bis zum Abschluss des Gegenbesuchs im November 2019.

Blog von KP Haupt über die erste SFN Sibirienfahrt

Sonntag, 14. Oktober 2018

Wie geht es weiter?

Inzwischen ist mir klar geworden, dass wir noch viel tun müssen, damit wirklich gemeinsame Forschungsprojekte zum Tragen kommen.

Wir haben in NU die folgenden Ansätze festgeklopft:

- Müonenprojekt: Aufbau einer Messstation in KS und NU
Die Station in Kassel könnte bald laufen, David und Luke sind zusammen mit Mayya (die in zwei Jahren mitfahren könnte) am Ball. Sobald alles läuft, werden Schaltpläne und Material nach NU geschickt. Aber bleiben die Jungs dort am Ball? Haben sie sich wirklich aus eigenem Interesse und Antrieb für dieses Projekt entschieden? Können/Dürfen sie ohne Lehrerbegleitung am Projekt arbeiten?
Deutsch-russische Forschungsfragen sind schon entwickelt.
Wir müssen jetzt von unserer Seite die Kontakte intensivieren.

- Biologieprojekt: Untersuchung des Lichteinflusses auf Treibhausgewächse
Das Projekt gibt es schon in NU, Joris und Luca haben schon vorher mit den Mädchen sich ausgetauscht. In Nu wurde ein ähnliches (?) Experiment in einer von Lehrern geleiteten Gruppe durchgeführt. Es kam ein abweichendes Ergebnis heraus.

Beste Voraussetzung zur Forschung!
Aber Luca und Joris wurden wohl zwei ganz andere Mädchen als Partnerinnen zugewiesen. Das muss geklärt und eigentlich geändert werden.

- Neuronale Netzwerke: Programieren eines neuen Lernverfahrens
Leon möchte sich damit näher nach Abschluss seiner jetzigen JuFo-Arbeit beschäftigen (d.h. frühestens April 19). Er hat einen Partner in NU bekommen, der noch wenig Vorkenntnisse hat.

Gelingt es uns hier, den Partner zu halten und zu motivieren die Zeit bis April für den Aufbau von Kenntnissen zu nutzen?

- Graphen-Nano-Röhrchen: Herstellung und Untersuchung
Wenzel hat hier in Kassel schon in einem eigenen Team mit Recherchen begonnen und steht vor den ersten Experimenten. Am Abreisetag wurde ihm ein deutlich jüngerer Projektpartner zur Seite gestellt.
Hier müssen wir den Kontakt aufbauen und ev. helfen, dass sich der Jüngere in die Thematik einarbeiten kann.

- Aufbau einer Produktionsstraße
Ist wohl von Jaro und Chris mit wechselnden russischen Partner/innen vor Ort zu Ende gebracht. Hier könnte lediglich noch eine Beratungssituation entstehen.

- Nachweis von Methan durch Laser: Aufbau eines Messverfahrens
Das ist das Projekt von Jan, der damit erst angefangen hat, aber durchaus schon viel Erfahrungen sammeln konnte und Vorstellungen entwickelt hat.
Vielleicht könnte man dieses Projekt aus der Ferne zu einem weiteren Kooperationsprojekt machen? Wie? Das Methanthema ist für Permafrost sicher interessant und bietet dort viele Forschungsansätze.

Laser-Speckle (Jochan, Tristan):

erscheint mir auf Grund des weit fortgeschrittenen Standes wenig für eine Kooperation geeignet.

Weiterbau des Massenspektrometers (Jannik):
sehe ich ähnlich wie bei Speckles

Simulation von n-Körper-Problemen
Damit fängt Chris jetzt an, hier wäre sehr gut eine Kooperation möglich, liegt auch im Fokus der Schule...
Aber wir müssen Kontakte herstellen...Wie?

Fazit: 

Zwei Kooperationsprojekte könnten sicher sein, aber es muss noch einiges geklärt werden (Müonen, Bio)

Zu zwei Projekten gibt es Kontaktpersonen. Die Ernsthaftigkeit des Interesses müsste geklärt werden.(Graphen, neuronale Netze)

Zwei weitere Kooperationsprojekte könnten neu vorgeschlagen werden (Methan, n-Körper)

Eine Kooperation ist wohl abgeschlossen (Produktionsstraße)

Einige SFNler werden somit nicht von Kooperationen betroffen sein, sie könnten projektartige Lehrgänge beim Gegenbesuch anbieten, denn auch einige russische Schüler/innen werden nicht in Kooperationsprojekten sein.

In der kommenden Woche werde ich mit allen Teams sprechen und dann gemeinsam mit Ilian, Marina und Jörg das weitere Vorgehen beraten.

Die Vorbereitung des Gegenbesuchs hat hiermit begonnen......


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