Zum ersten Mal forschen Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturen an gemeinsamen naturwissenschaftlichen und technischen Projekten. Der Blog berichtet von der ersten Fahrt von Jugendlichen aus dem Schülerforschungszentrum Nordhessen SFN an den Polarkreis nach Nowy Urengoi und der Zeit danach bis zum Abschluss des Gegenbesuchs im November 2019.

Blog von KP Haupt über die erste SFN Sibirienfahrt

Dienstag, 26. März 2019

Zweiter Wettbewerbstag: Allgemeines und Vormittag

Bericht von Ilian:

Di 26.3.

Posterpräsentation; russisches Bildungssytem

Heute fand der eigentliche Wettbewerb in einem nahe der Schule No.17
gelegenen Gymnasium statt. An vorbereiteten Ständen präsentierten die
Teams  Wettbewerbs ihre Poster, ganz ähnlich wie beim deutschen Jugend
Forscht Wettbewerb. Eine Jury führte je zweimal Gespräche mit den Teams.
Die Themen wiesen ein breiteres Spektrum als bei Jugend Forscht auf: Die
Klassiker Biologie (Flora und Fauna), Chemie, Technik und Physik waren
vertreten, dazu kamen aber auch Projekte über Geschichte, Ernährung und
relativ viele aus dem Themenkreis der Ureinwohner und ihrer Kultur.






Jury

Jury

Mit Daniel, einem der Schüler des Gymnasiums, der sehr gutes Englisch
sprach, hatte ich ein aufschlussreiches Gespräch über die möglichen
Bildungslaufbahnen in Russland. Es gibt ähnliche Aufteilungen wie in
Deutschland in mindestens drei Schultypen, vergleichbar Realschule
(hierzu zählt "unsere" Schule No.17), Gymnasium und Berufsschule.
Allerdings dauert die schulische Ausbildung in Russland nur 11 Jahre (4
Grundschule + 5 Basis + 2 Qualifikation). Interessant ist, dass es seit
ca. 10 Jahren ein Punktesystem gibt, mit dem man sich schon während der
Schulzeit den Zugang zu den grundsätzlich kostenpflichtigen
Universitäten erleichtern und sogar für ein Stipendium qualifizieren
kann. Das erklärt den teilweise flammenden Eifer, mit dem einige Schüler
bei praktisch jeder außerschulischen Aktivität anzutreffen sind (AG,
Wettbewerb, unsere Kooperation). Ein Sieg beim Vernadski National
Contest (der vom Präsidenten höchstpersönlich verliehen wird) bringt 10
Punkte und damit einen quasi sicheren Universitätszugang.
Vor der Einführung des Punktesystems gab es Aufnahmetests bei den
Universitäten, was aber dazu führte, dass Universitäten Schüler lokaler
Schulen bevorzugten.


Fortsetzung Nachmittag folgt sofort

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